Freies Archiv der
Hütten- und Bergwerke
Rheinhausen A.G. - FAHR e.V.

"Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen. Wer die Gegenwart nicht versteht, kann die Zukunft nicht gestalten."
August Bebel

Der Inhalt einiger Seiten ist noch in Bearbeitung.

Der Name

Die Krupp-Hütte Rheinhausen, 1893 gegründet, trug nach 1945 bis Mitte der sechziger Jahre als selbständiges Unternehmen den Namen "Hütten- und Bergwerke Rheinhausen AG (HWR)".

Der Stolz und das Selbstbewusstsein aus dieser Zeit wurde als Erfahrungsschatz weitergegeben und war noch im Arbeitskampf um den Erhalt des Werkes 1987/88 spürbar.

Das Firmen-Logo HWR wurde aus den im Werk gefertigten Rammpfählen gebildet. Zur AG gehörte auch das Bergwerk Rossenray in Kamp-Lintfort.

Die Ziele

Wir nennen uns "Freies Archiv", weil wir nicht institutionell gebunden sind und so unsere Schwerpunkte frei wählen können.

Unser Ziel ist es, möglichst umfassend die Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten und ihrer Familien zu dokumentieren – und zwar von der Gründung des Werkes 1896 bis zu seiner Stilllegung 1993. Die Entwicklung zur Stadt Rheinhausen und zum späteren Duisburger Stadtteil wird im Kontext betrachtet.

Die Demontage der Anlagen, u.a. durch Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, veränderten das Gesicht des Werksgeländes. Diese Maßnahmen wurden u.a. durch die EU gefördert.

Der umfangreichen Sanierung der Industriebrache folgte die Ansiedlung von Logport I. Die schon zum Ende des Arbeitskampfes vereinbarte Entwicklung zum Freihafen mit der umfangreichen Sanierung des Krupphafens ermöglichte es, die Vorteile des Standorts Duisburg für die Logistik voll zu nutzen: Wasser, Straße, Schiene und mehr als 5 Mio. Konsumenten im Umfeld.

Wie verändern die Logistikarbeitsplätze die Sozialstrukturen ? Wie lässt sich die Verödung der Innenstädte durch den Internethandel aufhalten? Was bedeutet "postmigrantische Gesellschaft"? Wie lassen sich die Werte der Arbeiterbewegung, wie z. B. Solidarität, in heutigen Zusammenhängen aktualisieren und daraus Kraft gewinnen? Mit diesen und anderen Fragen will sich das Archiv in der Zukunft beschäftigen.

Das Archiv befindet sich in den Räumen der Bezirksbibliothek Rheinhausen in der 1. Etage. Dort stehen uns auch Versammlungsräume zur Verfügung, allerdings nicht barrierefrei. Für fotografische Ausstellungen gibt es das Kabinett und die größere Galerie im Erdgeschoss. Geplant sind wiederkehrende Ausstellungen mit dem Themenschwerpunkt Industriefotografie.

Die Möglichkeiten

Zugriff auf das Archiv für wissenschaftliche Arbeiten und für alle geschichtlich Interessierten, z.B.